• Alexander Haug

Was sind die Symptome von neuroendokrinen Tumoren

Neuroendokrine Tumore sind verantwortlich für eine seltene Krebserkrankung. Sie entwickeln sich aus hormonbildenden und neuroendokrinen Zellen, die vom Nervensystem kontrolliert werden. Sie können in vielen Organen vorkommen und Hormone oder Botenstoffe bilden.


Die Tumore bleiben häufig lange unentdeckt, da sie langsam wachsen und oft geringe oder keine Symptome verursachen. Die Behandlung kann je nach Ausprägung mit molekularen zielgerichteten Substanzen sowie mit Hormontherapie, Operation, Chemotherapie oder Radionuklidtherapie erfolgen.


Werden neuroendokrine Tumore rechtzeitig entdeckt, kann die Erkrankung meistens vollständig geheilt werden.


Ursachen und Risikofaktoren


Derzeit sind die Gründe für die Bildung neuroendokriner Tumore weitgehend unbekannt. Dadurch lassen sich auch nur schwer Risikofaktoren bestimmen. Auch Zusammenhänge mit Umwelteinflüssen, erblichen Faktoren oder Viren sind bisher noch nicht nachgewiesen worden.


In seltenen Fällen können genetische Veränderungen für die Entstehung der Tumore verantwortlich sein, insbesondere dann, wenn sie schon in jungen Jahren in verschiedenen Organen aufgetreten sind. Das sogenannte multiple endokrine Neoplasie Syndrom (MEN 1 Syndrom) tritt vor allem bei jungen Menschen auf.


Neuroendokrine Tumoren gehören zu eher seltenen Erkrankungen. Es werden derzeit nur 2 bis 4 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner festgestellt.


Symptome


Zu Beginn der Erkrankung verursachen neuroendokrine Tumore noch keine Symptome. Bei der meistens späten Diagnose haben sich die Krebszellen bereits in den meisten Fällen in andere Organe ausgebreitet. Ist der Tumor gewachsen, kann es zu Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Durchfall, Gelbsucht, anfallsartigen Hautrötungen oder Atemnot kommen.


Setzt ein Tumor größere Mengen an Hormonen oder Botenstoffen frei, verursacht es unter Umständen weitere Komplikationen wie Herzbeschwerden, Schweißausbrüche oder Bauchkrämpfe. Bei vermehrter Insulinproduktion entsteht eine Unterzuckerung, die zur Reizbarkeit und Verwirrtheit führen kann.


Tumore des ersten und zweiten Grades zeichnen sich durch eine moderate Wachstumsgeschwindigkeit aus. Sie befinden sich in weniger als 20 % der Zellen im Prozess der Teilung. Im Vergleich dazu haben bösartige Tumore des dritten Grades eine Proliferationsrate von bis zu 90 %. Als Tumore des dritten Grades mit hoher Wachstumsgeschwindigkeit gehören Sie zu den neuroendokrinen Karzinomen.


Behandlungsmöglichkeiten und Lu-DOTATATE Therapie


Nuklearmedizin kann in einigen Fällen eine wirksame Behandlungsmethode sein. Bei der Lu-DOTATATE Therapie wird dafür gesorgt, dass künstlich hergestellte Varianten des Hormons Somatostatin sich in die Zellwand einbinden (In diesem Fall Dotatate). Dotatate wird mit einem radioaktiven Partikel beladen, dass die Tumorzellen abtötet.


Ihr Schilddrüsenarzt in Wien, Dr. Alexander Haug, informiert Sie gerne im Detail über neuroendokrine Tumore, deren Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten.

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